Community Building nach Scott Peck ist ein strukturierter Prozess, um aus „Gruppen, die arbeiten“ wieder echte Teams zu machen – mit Vertrauen, Offenheit und gemeinsamer Verantwortung.
„The hard stuff is the easy stuff. The soft stuff is much harder than the hard stuff.“
Roger Enrico, Former Pepsi CEO
Community Building
Worum es geht
Es geht um eine Kultur, in der Menschen wirklich zueinander gelangen – auch bei Konflikten, Unterschieden und Unzufriedenheit.
Für Unternehmen bedeutet das:
Teams finden eine gemeinsame Basis, klären Missverständnisse und teilen Verantwortung.
Entscheidungen werden gemeinsam getragen.
Konflikte werden entschärft, weil sie möglich und konstruktiv bearbeitet werden
Kurz erklärt
Phasen & Wirkung
Community Building arbeitet in vier typischen Phasen:
Pseudo‑Gemeinschaft
Die Oberfläche ist höflich, aber viele Themen bleiben unausgesprochen.
Chaos & Konflikt
Spannungen werden sichtbar – im geschützten Rahmen, in dem niemand „ausgegrenzt“ wird.
Leere
Gewohnheiten und alte Rollen werden infrage gestellt; Raum entsteht für neue, authentische Begegnungen.
Gemeinschaft
Das Team findet zu echter Verbindung, Vertrauen und Verbindlichkeit – zu einer Kultur, die trägt.
Quelle: erstellt durch Ammerseeinstitut
Im Unternehmenskontext entsteht so eine Teamkultur, in der:
Offenheit und ehrliche Kommunikation zunehmen – auch bei schwierigen Themen.
Konflikte nicht mehr vermieden, sondern konstruktiv bearbeitet werden – als Chance für Klärung und Verständnis.
Entscheidungen getragen werden und Teams eigenverantwortlich handeln lernen.
Die Führungskraft entlastet wird, weil Teams reibungsloser kommunizieren und effektiver zusammenarbeiten.
Psychologische Sicherheit
Teams mit hoher psychologischer Sicherheit leben:
Der Microsoft Work Trend Index (2023) hat 31.000 Menschen in 31 Ländern befragt, um herauszufinden, welche Kompetenzen wir für die Zukunft der Arbeit brauchen.
Emotionale Intelligenz gehört zu den drei wichtigsten Zukunftskompetenzen.
57%
mehr Zusammenarbeit
50%
höhere Produktivität
74%
weniger Stress
Quelle: Monet (2021), Accenture
Wo steht Ihr Team heute?
Um zu spüren, ob Community Building für Sie passt, können Sie sich kurz diese Fragen stellen:
1
Wie frei werden auch unangenehme Themen im Team offen angesprochen?
2
Wie häufig werden Konflikte im Gespräch geklärt – oder hängen sie eher nach bzw. werden unter den Tisch gekehrt?
3
Werden Fehler als Lernchance genutzt – oder tendenziell Schuldige gesucht?
4
Werden Entscheidungen im Team mitgetragen – oder wirken sie wie ein Fremdbefehl von außen?
5
Machen Sie sich häufig Sorgen, dass Sie vermitteln und auffangen müssen – oder tragen Ihre Teams eigene Lösungen und Verantwortung?
Wenn Sie bei mehreren Fragen zögernd antworten, kann Community Building ein starker Hebel für Ihre Teamkultur sein – besonders, wenn Veränderungen, Generationswechsel oder Transformationsprozesse anstehen.